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Neue Ideen für Ferien: Ein Tiny House mieten in der Schweiz

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Weniger ist oftmals mehr!

Gilt das auch für deinen nächsten Ferienaufenthalt oder ist es nur eine gut gemeinte Redewendung?
Hast du Lust, dich auf etwas Neues einzulassen und wortwörtlich mit weniger mehr erleben?

Der minimalistische Lebensstil ist im Trend. Da liegt es nahe:
Wir wollen diesen Lebensstil kennenlernen und ausprobieren!
Zum Beispiel mit Ferien in einem Tiny House in der Schweiz!

Nebst einem Ferienfeeling der anderen Art und neuen Erfahrungen stehen die kleinen Unterkünfte oft in wunderschöner natürlicher Umgebung, sind ökologisch (aus-)gebaut und sie sind am Boomen.

Erholung mit viel Naturbezug und einem bewussten Aufenthalt ist beim Mieten eines Tiny Houses deshalb garantiert.

Aber nicht nur!
Hier erfährst du alles, was du über Ferien in diesen schmucken kleinen Unterkünften wissen musst und Möglichkeiten dies gleich selbst auszuprobieren…

Inhalt:

Ein kleines bisschen Tiny-House Geschichte…

Der «Small House Movement-Trend“, aus dem die Tiny Häuser stammen, hat seinen Ursprung in den 90-er Jahren in den USA.

Jay Shafer wollte damals ein kleines Haus bauen, bekam aber keine Baugenehmigung. Er umging das amerikanische Baurecht, in dem er sein Haus auf einen mobilen Anhänger baute. So war er in den Besitz seiner kleinen Unterkunft gekommen, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.

Richtig Schub bekam die Bewegung während der Finanzkrise im Jahr 2008.

Viele Hausbesitzer*innen konnten ihre Hypothekarzinsen nicht mehr bezahlen und verloren dadurch ihre Häuser. Lösungen wurden gesucht und in Form von Minihäusern oder umgebauten Wagen gefunden.

Die oft auf Räder stehenden Wohnmöglichkeiten haben längst den Sprung über den Atlantik in die Schweiz geschafft und auch hier sind Tiny Houses immer öfters anzutreffen und ein Blickfang.

Neben der Nutzung als alternative Eigenheime, werden sie auch im Tourismus als naturnahe Ferienunterkünfte angeboten, was für dich als Kurs-Natur.ch Besucher*in interessant ist…

Die Schweizer Gesetzgebung ist beim Bau eines Tiny Houses nicht so einfach zu umgehen wie das amerikanische. Was das Bauen und Aufstellen immer wieder schwierig macht.

Was ist ein Tiny House genau?

Ist es eine einfache Unterkunft – eine Wohnung mit nur einem Raum oder doch ein kleines Haus?

Gute Frage aber: Ich muss dich leider mit einer passenden Antwort enttäuschen!

Denn:
Es gibt sie nicht! Die genaue Definition für DAS Tiny House.
Tiny House übersetzt bedeutet so viel wie: winziges Häuschen – und das sind sie.

Es schwirren zwar verschiedene Zahlen von Wohnflächen, Bauart, Standard und Definitionen herum, aber wie genau ein winziges Häuschen definiert wird, ist nicht ganz klar.

 

Hier ein Versuch Licht ins Dunkle zu bringen
Beim Verein Kleinwohnformen spricht man von einem Tiny House, wenn:

Andere nennen 55 m2 als maximale Wohnfläche und wiederum weitere möchten die Definition nicht an eine fixe Quadratmeterzahl festlegen, sondern an die Art der Bauweise.

Doch hier liegt genau das Problem! Da es keine Definition für diese schmucken oft mobilen Unterkünfte gibt, fallen sie auch durch die gesetzlichen Raster und gelten weder als Haus noch als Immobilie, was die Ausbaumöglichkeiten schwierig macht.

Das Tiny House kann deshalb für jeden etwas anderes sein – und doch verstehen alle um was es sich handelt – eine winzige Wohneinheit.

Ein Tiny House für Ferien mieten - klein und fein

In einer Kleinst-Unterkunft Ferien verbringen bedeutet für dich als Gast Verzicht auf Raum und Platz. Es bedeutet aber auch ein Gewinn von Zeit, Musse und aktiven Naturerlebnissen.

Der Idee der Mikrohäuser, wie sie auch genannt werden, liegt ein minimalistischer und
ressourceschonender Lebensstil zu Grunde.

Mit dem Ziel, sich von überflüssigen Dingen zu trennen um ein Leben mit weniger Ballast, dafür mehr Fokus, Struktur und Einklang zu erlangen.

Das gilt auch für die Feriengäste!

Wer in einem Tiny House Ferien macht, hat nur das Nötigste dabei – kriegt dafür ein Vielfaches an Mehrwert zurück.

Durch weniger materielle Dinge, die einem Ablenken, sind die Sinne und der Fokus viel intensiver auf die Natur, Kultur und Möglichkeiten vor Ort gerichtet. Das passiert einfach, da muss der Gast gar nichts tun.

Wer Nachteile und Gründe sucht, um nicht in einem Tiny House Urlaub zu verbringen, der findet diese. Doch wer Lust verspürt, mal wieder etwas Neues und Aussergewöhnliches zu erleben, dem wird ein Aufenthalt in einem Mikrohaus viel Freude bereiten.

Die Platzverhältnisse werden eingeschränkt sein.
Da ein Tischchen, dort ein Stuhl, dort der Ofen, um eine wohlige Temperatur im Innern des Raumes zu erreichen.
Und was natürlich nicht fehlen darf:  ein grosses Bett – am liebsten mit grandioser Aussicht in die Natur und auf den Sternenhimmel.

Tiny House Ferien in der Schweiz. Das bedeutet Entspannung.
Schöne Aussicht aus dem Bett. Bild von Unsplash

Was beengend tönt, wird in der Realität gar nicht so wahrgenommen.

Da die gemütlich kleinen Unterkünfte viele Fenster haben, hat man einen rundherum Blick in die Natur. Man sitzt quasi mittendrin – umgeben von einer schützenden Hülle.

Der Sprung raus ist kurz, direkt und einfach.
Das hat zur Folge, dass sich Tiny House Bewohner*innen viel öfters und schneller draussen aufhalten. Sei dies auf der Terrasse beim Frühstücken, beim Schlendern in der Natur oder beim gemütlichen Lesen im Liegestuhl.

Naturbezug und naturnahe Erholung rücken somit automatisch ins Zentrum.

Die kleinen Häuser gelten als Sympathieträger. Nicht nur durch ihr schönes Aussehen. Auch weil beim Bau vielen Tiny House Besitzer*innen wichtig ist, dass die verwendeten Baumaterialien einheimisch und ökologisch sind.

Für dich als Feriengast bedeutet dies:
Ferien in einem nicht alltäglichen Umfeld – ökologisch, gemütlich und naturnah.

Unterkünfte - Kurse - Menschen und...

… Projekte – Magazinbeiträge…
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Beispiele von Tiny Houses zum Mieten

In der Praxis werden grob drei Arten von Tiny Houses unterschieden.

Das „Tiny House on Wheels“ ist dabei die mobilste Form.
Umgebaute Bauwagen werden zu wohnlich charmanten Kleinstwohnungen ausgebaut. Wo gestern Arbeiter eines Baugeschäftes drin sassen, wird heute gewohnt – und nichts erinnert an die Vergangenheit.

Nebst Zirkus- und Bauwagen werden aber ebenso oft neue und ausgeklügelte Aufbauten auf Trailer/Anhänger gezimmert. Der Vielfalt und Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Die ungefähre Wohnfläche liegt jeweils bei ca. 15 – 20 Quadratmetern.

Eine weitere Form sind Modulhäuser, welche sich noch per Lastwagen transportieren lassen und die dritte Art sind Mikrohäuser – auch Minihäuser genannt.

Mikrohäuser sind fest mit dem Boden verankert und lassen sich nicht mehr verschieben.

Ob Tiny Houses auf Rädern, Modulhäuser oder Mikrohäuser. Sie sind nicht immer einfach zu unterscheiden, doch alle haben etwas gemeinsam:
Sie sind sehr klein und strahlen eine ganz besondere Atmosphäre aus.

Die Jurte

Nebst umgebauten Bauwagen ist die Jurte eine der am häufigsten vorkommenden Ferienunterkünften in der Schweiz, die ebenfalls als Tiny House gelten.

Mit der einzigartigen Atmosphäre, die eine Jurte bietet, wird ein Aufenthalt zu einem besonderen Moment.

Die natürliche kreisrunde Form, die Nähe zur Natur vereint mit Ruhe und Geborgenheit können kaum in einer anderen Ferienunterkunft so intensiv wahrgenommen werden.

Ecocapsule

Die Ecocapsule ist ein ganz bemerkenswertes kleines Häuschen und zu 100% energieautark. Sie generiert die Energie mittels eines kleinen Windgenerators und eingebauten Solarzellen selbst.
Regenwasser wird gefasst und aufbereitet, ebenso das Abwasser.

Klein – aber oho und unglaublich ausgeklügelt.
Nicht viel im Leben ist sicher, aber das schon: Ein Aufenthalt in der Ecocapsule ist ungewöhnlich – aussergewöhnlich.

Die Ecocapsule steht in Guttannen am Fusse des Grimselpasses und gehört zum Projekt „Guttannen bewegt“.
Über dieses Projekt erfährst du mehr in unserem Magazinbeitrag: Eine ungewöhnliche Unterkunft – ein mutiges Projekt.

Ecocapule 100% energieautark

6 Fragen und 6 Antworten zum Aufenthalt im Tiny House

1. Kann ich in einem Tiny House kochen?

Grundsätzlich ja. In den meisten Mini-Häuser besteht eine Kochmöglichkeit. Diese kann im Innern der Ferienunterkunft sein, oder in Form einer Aussenküche geschützt im Freien.

2. Kann ich genügend Kleider mitnehmen?

In einem Tiny House werden Räume und Nischen gut genutzt. Somit findest du immer die Möglichkeit deine Kleider zu versorgen. Es versteht sich von selbst, dass nicht die ganze Garderobe von zu Hause mitgebracht werden kann 😉

3. Wie kommt man auf so engem Raum aneinander vorbei?

„Indem man aneinander vorbeiläuft!“

Klar, es ist enger, aber nach kurzer Zeit arrangiert man sich und weiss wie die Abläufe sind. Das spielt sich ein und ist kein Thema.

Tiny Häuser sind auch für Soloferien ein wunderbarer Ort für Erholung.

4. Ist es nicht speziell so Ferien zu verbringen

Doch, Ferien in einem Tiny House sind aussergewöhnlich und speziell. Aber wie bereits erwähnt, ergeben sich viele neue Möglichkeiten. Es ist eine bereichernde Art von Urlaub.

5. Was ist mit Kindern und Haustieren?

Mikrohäuser sind meistens für 1 – 2 Personen ausgelegt. Also keine Familienunterkünfte. Ob aber eine erwachsene Person und ein Kind – oder zwei erwachsene Personen in einem Tiny House ihre Ferien verbringen, spielt keine Rolle.

Dasselbe gilt für Haustiere. Je nach Anbieter sind Hunde erlaubt. Aber Sorgen um die Vierbeiner sind unbegründet, denn die finden überall einen Plätzchen um ungestört und tief zu schlafen und sich wohlzufühlen.

6. Was ist der Unterschied zu einem Aufenthalt in einem Wohnwagen / Camper

Von der Wohnfläche her, besteht gar kein so grosser Unterschied. Beides bedeutet wohnen auf engem Raum.

Der grosse Unterschied besteht in der Beschaffenheit der Unterkunft. Während Wohnwagen und Camper möglichst leicht und mit viel Plastik hergestellt werden, sind Tiny Houses massiv mit Holz und natürlichen Baumaterialien gebaut. Das Wohnklima ist somit um einiges angenehmer uns schöner.

Ein weiterer grosser Unterschied ist der Standort. Tiny Houses stehen oft allein und abgelegen vom grossen Rummel auf einem schönen Platz in der Natur.

Und? Wo finden deine nächsten Ferien statt?

Konnten wir dich überzeugen, einmal in einem Tinyhouse ein paar Ferientage zu verbringen? Falls ja, freuen wir uns auf deine Rückmeldung und gemachten Erfahrungen.

Gutes voraus!

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