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Ein Kurs im Waldbaden: Eintauchen in ein besonderes Naturangebot

Ein See umgeben von Wäldern. Beim Waldbaden sieht man manch schönes Bild und das Bild zeigt: Grün ist nicht gleich grün
Shinrin Yoku. Dieser Begriff kommt aus Japan und bedeutet ein Bad im Wald nehmen. Bild: Zoë D. Lorek

Wir leben in einer hektischen Zeit. Informationen rund um die Uhr – Erreichbarkeit immer und überall – Aktivitäten – Arbeit – Druck. Da braucht der Mensch einen nachhaltigen Ruhepol, um sich zu erden, zu finden und gesund zu bleiben.

Die Natur und insbesondere der Wald bieten dazu ein optimales Umfeld. Der Körper, die Seele und der Geist können sich erholen und deshalb bietet uns der Wald ein kostenloses Geschenk an: Ein Bad nehmen.
Oder mit anderen Worten: Herzlich willkommen beim Waldbaden!

Eines schon vorweg: Das „Forest bathing“  funktioniert nicht nach festen Regeln! Es geht nach deinem Gefühl – richtig und falsch gibt es im Plantschen des Waldes nicht. Wichtig ist einzig, dass du dir ausreichend Zeit nimmst. Zwei bis drei Stunden dürfen es gerne sein.

Und noch etwas: Wir machen dich zur Schnecke! Aber natürlich nur was das Tempo angeht. 

Lerne ein ganz besonderes Naturangebot kennen! Lese in diesem Magazinbeitrg was das Bad im Wald bewirkt, was es genau ist und weitere Hintergründe. Oder Besuch einen Waldbaden-Kurs. Infos zu Wald-Kursen findest du hier >>>

Erfahre in diesem Magazinbeitrag:

Inhalt:

Waldbaden, was ist das?

Der Begriff «Shinrin Yoku» kommt aus Japan und bedeutet auf Deutsch in etwa so viel wie:
«Ein Bad in der Atmosphäre des Waldes nehmen» oder eben vereinfacht «Waldbaden».

Forest bathing (engl.) bedeutet durch den Wald laufen – ist aber keine Wanderung. Es bedeutet verschiedene Pflanzen sehen – ist aber keine Wildkräuterexkursion! Waldbaden bedeutet baden – hat aber nichts mit Wasser zu tun.

Aber was ist es denn?

Shinrin Yoku ist eine leichte Entspannungsmethode, welche die Achtsamkeit stärkt, den Stress reduziert und die Sinne fördert.

Shinrin Yoku ist langsames, gemächliches Schlendern durch den Wald. Dazu sind alle Sinne wach und versuchen sich aufmerksam auf das Hier und Jetzt einzulassen. Waldbaden ist im Grunde genommen sehr einfach – und doch ist es schwierig.

Zeit geniessen – die Seele baumeln lassen, verweilen an besonderen Orten und die innere Ruhe finden.

Kurz gesagt: Absichtslos abschalten.

Woher kommt das Waldbaden und was bringt es?

Shinrin Yoku wurde in den 80-er Jahren von Tomohide Akiyama, dem Leiter der japanischen Forstverwaltung, erstmals als Begriff vorgeschlagen. Bereits einige Jahre später wurde das Waldbaden vom japanischen Ministerium für Landwirtschaft, Forst und Fischerei als präventive Methode zur Stressbewältigung anerkannt und von der Krankenkasse mitfinanziert.

Inzwischen sind einige Untersuchungen über die Auswirkungen auf den Körper gemacht worden und man weiss um die stressreduzierende Wirkung des Waldes.

Es wurde nachgewiesen, dass nach einem Waldaufenthalt die natürlichen Abwehrzellen erhöht werden, sich der Puls senkt, ebenso der Blutdruck bei Bluthochdruckpatienten und viele weitere positive Auswirkungen!

Mittlerweile werden weltweit viele Forschungen im Bereich Wald und Gesundheit gemacht. Und es zeigt sich bei all diesen Forschungen:
Der Aufenthalt im Wald bringt das Immunsystem so richtig in Schwung.

Erstaunlich: Bereits nach einem 20-minütigen Aufenthalt im Wald senkt sich der Spiegel des Stresshormons Cortisol messbar, entsprechend fallen Blutdruck und Puls. Bei einem Aufenthalt von einem Tag im Wald werden die natürlichen Killerzellen bereits um 30% erhöht. Dieser Effekt hält ungefähr 7 Tage an.

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5 Gründe, weshalb du Waldbaden solltest:

1. Wald macht dich glücklich

Der Wald bietet den idealen Gegenpol zu deinem Berufsalltag – dem Leben in der Stadt oder dem ausgesetzten Stress im getakteten Leben. Deiner Work-Life-Balance wird es guttun.

Dein Besuch im Wald ruft im Weiteren positive Erinnerungen an deine Kindheit hervor. Baumklettern, Versteckis im Wald, Tierbeobachtungen, Abenteuer.

Bereits diese Erinnerungen wirken auf dich entschleunigend und wohltuend. Kommt hinzu, dass die gute und frische Luft des Waldes stimmungsaufhellend wirkt und sogar bei Depressionen helfen kann.
Wenn das kein Glück ist?

2. Steigere deine Koordination und Motorik mit Waldbesuchen

Der Mensch ist seit vielen tausenden von Jahren auf zwei Beinen unterwegs. Früher über Stock und Stein flink wie ein Wiesel.

Doch heute werden die Bewegungen immer monotoner.

Überall treffen wir auf perfekte, flache und regelmässige Strassen und Wege.
Die Folge: Unsere Koordination und Motorik stumpfen ab.

Der Wald bietet das Gegenteil! Weicher Untergrund, rutschige Wurzelwerke, verdeckte Unebenheiten, verschieden hohe Absätze. Dein Körper braucht Konzentration bei jedem Schritt. Dabei förderst du deine Motorik, Balance und Muskulatur.

3. Waldbaden ist gesund denn es:

4. Deine Sinne schärfen

Im täglichen Leben sind es oft dieselben Sinne, die du brauchst und die, je nach deinem Umfeld, Arbeit ausgeprägter sind. Andere, weniger häufig gebrauchte Sinne verlernen zu funktionieren – sie verkommen immer mehr.

Beim Waldbaden werden deine Sinne auf eine neue Art und Weise angeregt!

Du hörst den Klang der Natur – der Tiere und Pflanzen. Du spürst die Temperaturen und die Luft. Du riechst den Duft, der immer wieder anders ist. Du siehst die Farbenvielfalt und erkennst, dass grün nicht einfach grün ist. Du schmeckst die Kräuter und machst Bekanntschaften mit verschiedenen Arten von Lebewesen.

5. Abschalten und einlassen – fällt uns schwer deshalb: Waldbaden

Waldbaden unterscheidet von Sport im Wald und ist auch kein reiner Spaziergang. Es geht um das Thema Achtsamkeit und Entschleunigung. Das Schneckentempo beim Gehen ist deshalb für viele eine echte Herausforderung und will gelernt sein. Nur beim langsamen Gehen kann Achtsamkeit praktiziert werden.

Durch das Schlendern wird dein Kreislauf sanft angeregt, dadurch wird die Atmung in der gesunden Waldluft vertieft und somit kann der Körper nachweislich regenerieren. Aber auch die Duftstoffe (Terpene) der Bäume haben einen Einfluss auf die Stimmung und das Immunsystem. Das Sein mit der Musse hilft, dich ganz auf den Moment einzulassen.

Ein Farn in der Hand. Beim Waldbaden tauchst du mit allen Sinnen in die Natur ein
Ein Farn in der Hand. Beim Waldbaden tauchst du mit allen Sinnen in die Natur ein

Ein Kurs im Waldbaden – was erwartet dich?

Du wirst langsam und achtsam durch verschiedene Übungen in das Thema eingeführt, damit du auch wirklich im Hier und Jetzt ankommen kannst. Am ersten Tag machst du Bekanntschaft mit dem Hintergrund von Shinrin Yoku. Du wirst das Schlendern mit und ohne Fokus kennenlernen. Atem- und Bewegungsübungen helfen dir, die Präsenz zu schärfen.

LandArt allein und in der Gruppe macht im Wald sehr viel Spass. Wir essen am zweiten Tag im Wald und tanken die frische Luft und die Ruhe. Die meisten Menschen kehren nach zwei Tagen voller Ruhe und Entspannung nach Hause. Dies Wirkung hält noch eine ganze Weile an.

Das Wichtigste für den Ausflug sind wettertaugliche Kleider: warme Schuhe und Kopfbedeckung. Im Winter, wind- und regensicher zu jeder Zeit, im Sommer sind eher die Zecken zu beachten. Ein Feuer und heisser Tee, oder andere Überraschungen warten je nach Kursbesuch auf dich.

Spring und tauche in den Wald ein

Ob in Form von Shinrin Yoku, einem Spaziergang oder Sport: Es ist durch viele Studien und Forschungen belegt, dass ein Aufenthalt im Wald das psychische, wie auch körperliche Wohlbefinden positiv beeinflusst. Deshalb laden wir dich gerne ein vom «Geschenk Wald» gebrauch zu machen und somit dein Immunsystem zu stärken.

 

Zoë D. Lorek, zertifizierte Kursleiterin für Waldbaden
www.achtsamkeitimwald.ch

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