In unserem Alltag hier in der Schweiz sind wir Menschen in den meisten Fällen entkoppelt von der uns umgebenden Landschaft. Unsere Güter des täglichen Bedarfs kommen aus vielen anderen Landschaften, die wir grösstenteils noch nie gesehen haben. Wegen dieser räumlichen Trennung von Konsum und Ressourcen fehlt uns ein Feedback, welche Folgen unser Handeln hat und wir können nicht angemessen darauf reagieren. Darin wurzeln viele ökologische Krisen unserer heutigen Zeit.
Permakultur bietet eine Möglichkeit für eine Auseinandersetzung mit unserer persönlichen Beziehung zur Landschaft. Philosophische, politische, emotionale und spirituelle Bezüge haben darin Platz, aber genauso geht es um Materialflüsse, die unsere Grundbedürfnisse befriedigen können und das dafür nötige Handwerk. Auf diese Weise können wir Schritt für Schritt wieder heimisch werden in unserer Landschaft und unseren persönlichen Lebensstil den natürlichen Gegebenheiten anpassen.
Ausgehend vom Löwenplatz in Trub wandern wir durch die wilde Kulturlandschaft des Napfgebiets und lesen in der Landschaft von gegenwärtigen und vergangenen Dynamiken, die sie prägen. Nach dem Mittagessen auf dem Balmeggberg erkunden wir die kleinbäuerliche Permakultur-Landwirtschaft, die hier seit über 20 Jahren gemeinschaftlich betrieben wird (unter Programm findest du Hinweise zur Barrierefreiheit).
Weitere Infos / Programm
Mitnehmen:
Schreibutensilien
wetterfeste Kleidung
gutes Schuhwerk
Treffpunkt/Anmeldung:
Trub, Löwenplatz (Bushaltestelle) um 9.20 Uhr, bitte mit dem öV anreisen
Anton Küchler
Toni lebt seit 2005 auf dem Balmeggberg und ist diplomierter Permakultur-Designer. Wenn er nicht an den Schneitelbäumen rumschnippelt, Pflanzenkohle und Pilzrugel herstellt oder mit Leidenschaft die grossen Komposthaufen pflegt, macht er Permakultur-Planungen oder leitet Kurse (beides mit Planofuturo), baut eine Permakultur-Genossenschaftssiedlung in Trubschachen mit auf oder begleitet im Auftrag einer Stiftung grossflächige Landwirtschaftsbetriebe in Tansania in der Umstellung auf Agrarökologie.
Isabelle Egender
Isa ist Permakultur-Designerin und Lehrerin für Menschen mit geistiger Behinderung. Sie mag Menschen und liebt es, gemeinsam die Schönheit zu erkunden, die uns umgibt. In ihrem Zuhause im Oberwallis und bei Planofuturo ist sie am Gärtnern, sammelt essbare Wildpflanzen, gestaltet Agroforstsysteme und die damit einhergehenden lokalen Ressourcen und versucht in ihrem Alltag mit einem positiven Blick in die Zukunft, schrittweise Permakultur zu leben.
Studierende des Lernfeld PLUS von Planofuturo
Sie befinden sich in der Ausbildung zur Permakultur-Designer:in und gestalten verschiedene Programmteile des Kurses mit.
Die Kursbeiträge verstehen wir als Normalpreise. Eine Reduktion ist nach Absprache mit uns möglich für Wenigverdienende. Wir freuen uns auch über Aufrundungen und Spenden. Das hilft uns, den Kursbetrieb finanziell zu tragen.
Rezension erstellen